Über mich

Das Rastlose scheint mir in die Wiege gelegt worden zu sein. Und so stellte ich mir schon als Kind vor, mit unserem damaligen Hund Blacky in die Welt zu ziehen, mich von Beeren zu ernähren und unter Bäumen Schutz vor Regen zu suchen. Ich tat es nicht, ein bisschen Realismus lag wohl auch in meinem Babybett. Treu geblieben bin ich diesem Gedanken dennoch.

Mein Drang in die Ferne trieb mich erst nach London, dann nach China. Von dort machte ich Abstecher nach Australien, Vietnam, Nord Korea, Indonesien, Kambodscha, Thailand, Malaysia und Singapur. Asien war nicht genug, ich erkundete auch die andere Seite der Welt, ein bisschen Afrika, USA und ganz viel Kuba. Von diesem Fleckchen Erde war und bin ich mehr als fasziniert.

Nach der Zeit in China, versuchte ich es noch einmal in Deutschland, packte aber doch recht schnell wieder meine Koffer, um nach Spanien weiter zu ziehen. Ich blieb zweieinhalb Jahre in Sant Pol de Mar, in der Hähe von Barcelona. Ich liebe diesen Ort noch immer, aber er sollte nicht die letzte Station bleiben. Ich erfüllte mir einen langgehegten Wunsch und startete ein Van-Life auf den Kanarischen Inseln. Diese Zeit dort war mit die Beste, die ich bis dahin je hatte. Als im Zeichen der Fische Geborene hat das Meer eine große Anziehungskraft auf mich. Wellenrauschen und die unendliche Weite des Meeres geben mir Inspiration. Dort zu sitzen und zu schreiben, vor allem an meiner Kinderbuchserie „Finn und Tea“, ist mein persönliches Glück.

Aus persönlichen Gründen musste ich meinen Abenteuertrip über die Kanarischen Inseln früher beenden, als mir lieb war. Ich versuchte sogar erneut, in Deutschland sesshaft zu werden. Es sollte nicht aber nicht sein. Der Plan, fest in Deutschland und oft mit dem Bus durch Europa zu reisen, ging nicht auf, wegen Corona. Plötzlich hatte jeder ein Wohnmobil und nach und nach wurden die schönen Stellplätze in der Natur für Wildcamper verboten. Es sind einfach zu viele geworden. Und einige nahmen es nicht so ernst mit dem Mantra: Hinterlasse nichts außer deine Fußspuren und nimm nichts mit außer deine Erinnerungen.

Eine Fahrt nach Portugal brachte dann die Erkenntnis: In Deutschland werde ich nicht glücklich. Ich zog also die Idee, irgendwann mal fest auf den Kanaren zu leben, vor und realisierte sie, kaum dass ich aus Portugal zurück war.

Seit 2022 lebe ich nun auf Teneriffa, in einer Höhlenwohnung, mitten im unwirtlichen Geröll von Güimar und lerne, glücklich zu sein. Das gelang nur bedingt im ersten Jahr, aber es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen. Meine Hunde sind, meistens, ein Quell großer Freude, neue Herausforderungen zu bestehen ist im Nachhinein ein Energieschub, auch wenn diese immer mit Vorkasse zu begleichen sind. Es ist aber schön, zu merken, dass langsam der Vorrat an Energie und Kraft größer wird, als die Menge, die ich nun im Alltag benötige.